Androgenetische Alopezie einfach erklärt
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25 August 2026
2 Min. Lesezeit

Androgenetische Alopezie einfach erklärt

Die androgenetische Alopezie ist die mit Abstand häufigste Form des Haarausfalls. Sie betrifft Männer und Frauen, verläuft aber unterschiedlich. Zugrunde liegt eine vererbte Empfindlichkeit der Haarwurzeln gegenüber Dihydrotestosteron, kurz DHT.

Was macht DHT mit der Haarwurzel?

Es verkürzt die Wachstumsphase. Mit jedem Zyklus wird das Haar feiner, kürzer und heller, bis nur noch ein kaum sichtbarer Flaum übrig bleibt. Die Wurzel stirbt lange nicht ab – deshalb wirken frühe Behandlungen überhaupt.

Warum bleibt der Haarkranz stehen?

Weil die Wurzeln am Hinterkopf genetisch anders programmiert sind und auf DHT kaum reagieren. Genau darauf beruht jede Verpflanzung: Verpflanztes Haar behält diese Unempfindlichkeit auch an der neuen Stelle.

Wie verläuft die androgenetische Alopezie bei Männern?

Typisch ist der Rückgang an den Schläfen, gefolgt von einer Ausdünnung am Wirbel. Beide Bereiche wachsen im Verlauf aufeinander zu. Die Stadien werden nach der Norwood-Skala eingeteilt.

Und bei Frauen?

Dort dünnt der Mittelscheitel aus, während die vordere Haarlinie meist erhalten bleibt. Das hat Folgen für die Planung – mehr dazu bei der Haartransplantation bei Frauen.

Lässt sich der Verlauf stoppen?

Verlangsamen ja, stoppen nein. Medikamentöse Therapien wirken, solange sie eingenommen werden. Ergänzend können PRP oder Mesotherapie vorhandenes Haar stabilisieren.

Wann ist eine Verpflanzung sinnvoll?

Wenn der Verlauf über längere Zeit stabil ist und der Spenderbereich ausreichend dicht. Bei sehr schnellem Fortschreiten wird zunächst medikamentös behandelt und beobachtet.

Wie wird die Diagnose gestellt?

Über Anamnese, Muster des Verlusts und Trichoskopie. Bei untypischem Bild kommen Blutwerte dazu. Diese Abklärung ist Teil der Haaranalyse.

Ist Haarausfall ein Krankheitszeichen?

Die androgenetische Form nicht. Diffuser oder entzündlicher Haarausfall dagegen schon – deshalb wird er nicht einfach mitbehandelt, sondern zuerst abgeklärt.

Ist die Veranlagung nur von der Mutter?

Nein, das ist ein hartnäckiger Irrtum. Beide Elternteile tragen zur Veranlagung bei; der Blick auf den Großvater mütterlicherseits gibt einen Hinweis, mehr aber nicht. Verlässlicher ist die Untersuchung Ihrer eigenen Kopfhaut.

Wie schnell schreitet es voran?

Sehr unterschiedlich. Manche verlieren über zwanzig Jahre kaum sichtbar, andere innerhalb von fünf Jahren deutlich. Ein früher Beginn spricht statistisch für einen ausgeprägteren Verlauf – deshalb wird bei jungen Patienten zunächst beobachtet.

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